08.06.2023

SRG

Deutschschweizer Trägerschaft sucht neues Präsidium

Die grösste Regionalgesellschaft der SRG SSR sucht auf 2024 ein neues Präsidium. Andreas Schefer, der amtierende Präsident, tritt aufgrund der Amtszeitbeschränkung per Ende Jahr zurück.
SRG: Deutschschweizer Trägerschaft sucht neues Präsidium
Seit fast 40 Jahren für die SRG tätig: Andreas Schefer (Bild: SRG/Thomas Plain)
von Nick Lüthi

Seit bald vier Jahrzehnten ist Andreas Schefer für die SRG tätig. Anfänglich in verschiedenen Funktionen für Radio DRS, unter anderem als Programmleiter von DRS 3, später wechselte er in die Gremien der SRG. Seit 2016 präsidiert er die SRG Deutschschweiz. Das ist die grösste Regionalgesellschaft und Teilorganisation der Trägerschaft des öffentlichen Rundfunks der Schweiz. In seiner Funktion sitzt Schefer auch im Verwaltungsrat der SRG. Das Gremium ist gegenüber dem Bundesrat verantwortlich dafür, dass die SRG die gesetzlichen und konzessionsrechtlichen Vorgaben erfüllt.

Pensum von 50 Prozent

Aufgrund einer Amtszeitbeschränkung auf acht Jahre wird Andreas Schefer per Ende Jahr als Präsident der SRG Deutschschweiz zurücktreten. Auf der Website der Trägerschaft steht darum die Ausschreibung für eine Nachfolge. Demnach sucht man «eine Präsidentin, einen Präsidenten oder ein Co-Präsidium zur Führung des Vereins SRG Deutschschweiz». Dazu steht ein Pensum von 50 Stellenprozenten zur Verfügung.

Gemäss der Ausschreibung erwarten die an der Stelle interessierten Personen in den nächsten Jahren «Herausforderungen sowohl im unternehmerischen als auch im technologischen und politischen Umfeld». Obwohl nicht explizit genannt, ist damit auch die Halbierungsinitiative gemeint, die das Budget der SRG zusammenstreichen möchte.

Nach «No Billag» ist vor der Halbierungsinitiative

In die Amtszeit von Andreas Schefer fiel die «No Billag»-Initiative. Seine Nachfolge wird sich mit der Abwehr des nächsten (Teil)abschaffungsversuchs der SRG beschäftigen und die Interessen von Schweizer Radio und Fernsehen in der Öffentlichkeit vermitteln müssen.



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