Dialekt-Moderation wird nicht beanstandet

"Meteo" - Ablehnung aus rechtlichen Gründen.

Die SRG-Ombudsstelle verzichtet auf eine Beanstandung der Mundart-Moderation der Wettersendung "Meteo". Der Entscheid fiel laut Ombudsmann Achille Casanova aus rechtlichen Gründen. Weil "Meteo" keine Informationssendung ist, darf es dort weiterhin "hudle", "strääze" und "schütte".

Vier kritische Beanstandungen sind bei der SRG-Ombudsstelle eingegangen, weil die Wettersendung "Meteo" nicht mehr auf Hochdeutsch, sondern in Dialekt moderiert wird, wie Ombudsmann Achille Casanova im "Link", dem Magazin des Publikumsrats vom Mittwoch schreibt. Er habe grosses Verständnis dafür, müsse die Beanstandungen aber aus rechtlichen Gründen ablehnen.

Das Gesetz schreibt vor, dass in wichtigen, über die Sprachgrenzen hinaus interessierende Informationssendungen in der Regel die Hochsprache zu verwenden ist. Laut dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) trifft dies auf "Meteo" aber nicht zu. Damit liege der Entscheid allein bei den Programmverantwortlichen, in welcher Sprache sie moderierten, erklärt Casanova.

Wichtig ist laut Casanova aber, dass alle Verantwortlichen diese umstrittene Frage jeweils sorgfältig abwägen. Schliesslich sei die Schweiz ein multikulturelles Land, und die Romands und Italienischsprachigen sollten die Deutschschweizer Radio- und Fernsehprogramme ebenfalls nutzen können. Auch der Integration von Immigranten sei die Standardsprache dienlich, und auch Gäste aus der ganzen Welt möchten wissen, wie das Wetter wird.