Aus Sicht der Leading Swiss Agencies (LSA) insgesamt und ihrer Mediakommission im Besonderen ist der am Mittwoch bekannt gegebene Weko-Entscheid, das Werbe-Joint-Venture von Swisscom, SRG und Ringier ohne jede Auflagen zu genehmigen, schwer nachvollziehbar. Abgesehen von den drei prominenten Koalitionspartnern habe sich "eigentlich niemand im Schweizer Medienmarkt diesen neuen Vermarktungskoloss wirklich gewünscht", schreibt der Verband in einer Mitteilung.
Aber so richtig überrascht sei vom positiven Entscheid auch niemand. "Da staatsnah, standen natürlich die Profis in Sachen Lobbyarbeit am Start", bemerken der LSA und seine Geschäftsführerin Catherine Purgly (vgl. Bild). Auch der LSA will nun den Entscheid des Bakom abwarten, welches sich offenbar Zeit lässt. Laut LSA hat das Bundesamt den Verband erst per Ende letzter Woche um eine ausführliche Stellungnahme gebeten. (eh)