Auf Berner Stadtboden stehen im Moment rund 200 Zeitungsboxen in denen die Gratiszeitungen "20 Minuten", "heute", "Cash daily" und ".ch" aufliegen. Bis Ende Jahr kommt noch die neue Gratiszeitung "News" dazu. Ebenfalls haben Blick und SonntagsBlick Automaten aufgestellt.
Für den stellvertretenden Leiter des Tiefbauinspektorats Beat Hofer kann es so nicht weitergehen, wie er gegenüber dem Berner "Bund" erklärt. Die Zahl der Boxen werde sich in den nächsten Monaten verdoppeln. Diese beeinträchtigen seiner Meinung nach das Stadtbild und die Arbeit der Reinigungsdienste. Zudem würden die Verankerungen im Asphalt den Strassenbelag zerstören.
Laut "Bund" kennt man die Tücken mit den Zeitungsboxen auch andernorts. Deshalb hätten sich Vertreter aus Bern, Basel und Zürich getroffen, um das Problem gemeinsam anzugehen. "Wir sind uns einig, dass künftig keine Einzelboxen mehr aufgestellt werden dürfen", so Hofer. In Zukunft soll bei Bus- und Tramhaltestellen ein Sammelsystem ähnlich einer Briefkastenanlage installiert werden, wo jede Zeitung ihr eigenes aber einheitlich gestaltetes Fach erhält. Diese Sammelboxen sollen bis in einem Jahr installiert werden.
Die Gestaltung der neuen Boxen übernimmt der Städteverbund, die Kosten für Bau und Montage müssen die Zeitungsverleger übernehmen. Laut Hofer bezahlen sie heute für eine Box eine Gebühr von 500 Franken jährlich. "Ob sich die neuen Ständer über diese Gebühr finanzieren lassen oder ob die Kosten separat zu entrichten sind, ist noch nicht entschieden."