Die gescheiterte "Woche" kostete 5 Millionen Euro

WAZ - Gesellschafter prüfen Schadensersatz-Klage.

Die WAZ-Gruppe hat laut "FTD" fünf Millionen Euro für das Projekt "Die Woche" ausgegeben. Entwickelt wurde das Wochenmagazin von Ex-"Spiegel"-Chefredaktor Stefan Aust. Die enormen Ausgaben bleiben womöglich nicht ohne Folgen. Der WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach könnte, so ist am Konzernsitz in Essen angeblich zu hören, in dieser Sache seine Kompetenzen überschritten haben. Geprüft werde, ob die Gesellschafter auf Schadensersatz und Untreue klagen.

Stefan Aust hatte viele Monate lang mit einer Redaktionsmannschaft das Wochenblatt entwickelt. Als potenzieller Partner hatte sich auch der Axel Springer Verlag ("Bild", "Welt") dazugesellt. Nach all den kostspieligen Vorarbeiten verkündeten Hombach gemeinsam mit Springer das Aus. Das "gegenwärtige wirtschaftliche Umfeld" und die Anzeigenkrise wurden als Gründe für die Einstellung genannt ("persoenlich.com" berichtete).