Für 2013 kündigen die AZ Medien eine Online-Bezahlschranke an. "Der genaue Einführungszeitpunkt steht noch nicht fest", sagt Christian Dorer, Chefredaktor der "Aargauer Zeitung" auf Anfrage von persoenlich.com. "Das ist eine der offenen Fragen, mit denen sich unsere Arbeitsgruppe auseinandersetzt". Und wie wird die Paywall genau aussehen? "Wir planen, das Metered Modell umzusetzen analog etwa zu "New York Times" und "NZZ"", so Dorer.
Unter anderem als Grundstein für die Paywall intensiviert "Die Nordwestschweiz" die Zusammenarbeit von Print, Mobile und Online. Die Ressortleiter sind deshalb neu für sämtliche Inhalte verantwortlich kanalübergreifend. Aus den "Blattmachern" seien "Tagesverantwortliche" für die Nutzungspeaks um 7.00, 11.00, 16.00 und 21.30 Uhr und für die Printausgabe geworden, heisst es in einer Mitteilung der AZ Medien. Ihnen zur Seite stehen die Online- und Nachrichten-Spezialisten, welche die Beiträge schreiben, mit Bildern und Videos anreichern, gewichten und auf den Social-Media-Plattformen verlinken. Besondere Bedeutung komme dabei der Interaktivität mit den Lesern und Usern zu.
Für die gesamte Redaktion gelte dabei das Prinzip "Online first". Das Newsroom-Netz umfasst 16 Standorte mit Hauptstandort Aarau und weiteren Newsroom-Hubs in Baden, Basel, Solothurn und Dietikon. Aarau erfährt in den kommenden Wochen durch eine Umgestaltung und Einführung eines Live-Monitorings eine noch stärkere Ausrichtung an den digitalen Nutzungsbedürfnissen. In die Neuausrichtung sind auch die regionalen Fernsehsender eingebunden, die jedoch redaktionell unabhängig bleiben, wie es in der Mitteilung vom Dienstag heisst.
Die Umstellung erfolgte nach einer Projekt- und Ausbildungsphase von rund einem Jahr. Dabei war die Redaktionsbasis stark miteinbezogen. In sogenannten "Future Groups" ist die Redaktion in Zusammenarbeit mit dem MAZ (Medienausbildungszentrum) geschult und auf das multimediale Arbeiten vorbereitet worden. Erklärtes Ziel der Neuausrichtung ist es, den Lesern und Usern der verschiedenen Angebote der "Nordwestschweiz" ein noch umfangreicheres und aktuelleres Angebot zu präsentieren. (pd/cb)