24.10.2017

Zürcher Oberland Medien

Die Redaktion wird in Wetzikon zentralisiert

Der Verlag führt das Produzentensystem ein und schafft die Redaktion in Dübendorf ab. Sieben Mitarbeitende aus drei Bereichen haben die Kündigung erhalten.

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Zürcher Oberland Medien haben eine Restrukturierung der Redaktion beschlossen. Um die Kommunikation zwischen den verschiedenen Teams zu verbessern, werde die Redaktion so weit wie möglich im Newsroom in Wetzikon zentralisiert, heisst es in einer Mitteilung. Die redaktionellen Arbeitsplätze in Dübendorf würden aufgehoben, nur am Aussenstandort Winterthur bleibe aufgrund der geographischen Entfernung noch eine kleine Einheit vor Ort bestehen.

Mit der neuen Redaktionsorganisation sollen die Aufgaben der Mitarbeiter «entflechtet werden», schreibt der Verlag. Die Journalisten müssten Artikel schreiben, die Printprodukte planen und selber layouten. Zudem müssten sie auch noch die Onlinekanäle sowie die Social-Media-Profile bedienen.

Kleines Produktionsteam

Neu könne sich die Mehrheit der Redaktion dem journalistischen Kerngeschäft widmen. Die Inhalte würden direkt im Content Management System der digitalen Kanäle erfasst und stehen einem Produktionsteam für die Gestaltung der Tages- und Wochenzeitungen zur Verfügung.

Durch die Zentralisierung der Redaktions- und Supporteinheiten kommt es insgesamt zu sieben Kündigungen: drei im Bereich «Redaktion», einer im Bereich «Verlag» sowie drei weiteren im Bereich Sekretariat und Redaktionssupport.  Als Gründe für die Umstrukturierung nennt das Unternehmen den Strukturwandel hin zur digitalen Mediennutzung sowie die wegbrechenden Erlöse.

«Wir bedauern, dass im Zuge der Reorganisation sieben Mitarbeitende ihre Stelle verlieren. Wir sind aber überzeugt, dass dieser strategisch gut überlegte Schritt nötig ist und den Mitarbeitenden langfristig mehr Perspektiven bietet als ein Abbau in Raten», sagt CEO Dani Sigel. Die Zürcher Oberland Medien mit Sitz in Wetzikon verlegen die Tageszeitungen «Zürcher Oberländer» und «Anzeiger von Uster», acht lokale Wochenzeitungen und betreibt das Onlineportal «Züriost». Sie beschäftigt 122 Mitarbeiter und erzielte 2016 einen Gesamtumsatz von 28,6 Millionen Franken. (pd/wid)


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KOMMENTARE

Horst Ryff
26.10.2017 12:43 Uhr
Warum stellt man noch vor 2 Monaten Personal ein,um sie danach wieder auf die Strasse zu setzen? Für mich ist dass ein sehr unsoziales Verhalten der daran beteiligten Personen. Wo ist da die Verantwortung gegenüber dem Personal und ihren Familien. H. R.
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