Die Redaktoren erhalten ihre Kündigung

"Journal B" - Berner Online-Magazin ist gescheitert.

 

Das Berner Online-Magazin "Journal B" muss nach nur neun Monaten über die Bücher: Das Geld reicht nicht für eine bezahlte Redaktion. Die fünf Journalisten erhielten die Kündigung, eine ehrenamtliche Redaktion soll das unahängige Portal ab August betreiben.
 
Am Ziel, "Journal B" als festen Bestandteil der Berner Medienlandschaft zu etablieren, hält der Trägerverein gemäss Communiqué vom Mittwoch fest. Er ist nach wie vor überzeugt, dass der Raum Bern eine Alternative zu den Online-Portalen von "Bund" und "BZ" braucht.
 
Doch "es sind nicht genügend Leute bereit, jährlich 250 Franken für ein unabhängiges Medium im Raum Bern zu bezahlen", stellt der Trägerverein ernüchtert fest. Die Lancierung des Magazins war noch durch Zuwendungen von Stiftungen ermöglicht worden.
 
"Journal B" ging im September vergangenen Jahres aufs Netz. Unter den Rubriken Politik, Kultur und Alltag schaltete die junge Redaktion täglich neue Beiträge auf. Die Redaktion setzte sich zum Ziel, Geschichten abseits oder hinter den News zu publizieren.
 
Das grosse Vorbild von "Journal B" war die erfolgreiche Basler "TagesWoche". Mit ihr hatten die Berner auch eine Zusammenarbeit vereinbart. Doch anders als die Basler Kollegen schafften es die Macher von "Journal B" bislang nicht, sich Beachtung auf dem regionalen Medienmarkt zu verschaffen. (sda)