Herr Hug, Sie kandidieren als Stadtpräsident von Rapperswil-Jona. Was gab den Ausschlag für diesen Entscheid?
Die heutige schlechte Stadtführung.
Wer unterstützt Sie bis jetzt?
Niemand. Die Parteien wollen alle ihre Kandidaten durchbringen und werden beim Präsidium nicht auf ein anderes Pferd setzen. Ausserdem habe ich auch nirgendwo um Unterstützung angefragt.
Wie wollen Sie den Wahlkampf gestalten?
Moderat – und meinen eigenen Weg gehen. Ich kann mir auch vorstellen, mit den anderen beiden wilden Kandidaten gemeinsam aufzutreten.
Wie schätzen Sie Ihre Wahlchancen gegen den bisherigen Erich Zoller von der CVP ein?
Ich habe keine Ahnung. Gegen einen amtierenden Präsidenten anzutreten ist nicht leicht. Da nun fürs Präsidium vier Kandidaten antreten, könnte es einen zweiten Wahlgang geben. Danach sieht man klarer und weiter.
Sie haben sich als Kämpfer gegen die KESB einen Namen gemacht. Wie wichtig wird dies im Wahlkampf?
Die Information über die Fehlleistungen der KESB war und ist kein Bestandteil meines Wahlkampfs, sondern das ist ein menschliches Anliegen von mir.
Werden die «Obersee Nachrichten», deren Verleger Sie sind, nun zur Bruno-Hug-Wahlkampfzeitung?
Das würden die Leser nicht goutieren. Aber ich werden normal für die ON im Einsatz bleiben – ich bin ja hier unter Vertrag. Alle andern Bewerber für politische Ämter stellen ihre Arbeit auch nicht ein, wenn sie irgendwo kandidieren.
Angenommen, Sie werden am 25. September gewählt. Werden Sie dann die Führung der «Obersee Nachrichten» abgeben?
Das müsste wohl so sein.
Sind Sie ein Mann einer Kollegialbehörde?
Das werde ich herausfinden. Vorauszusehen ist, dass es mir kaum leicht fallen würde, stundenlang kollegiale Sitzungen abzuhalten.
Wer hat Ihnen für Ihren Entscheid bis jetzt gratuliert?
Sie, Oliver Prange und viele andere mehr.