32 Bücher des Buchjahrganges 2005 sind als "Die schönsten Schweizer Bücher" ausgezeichnet worden. "Wir stellen einen ausgeprägten Sinn für Tradition fest, der mit dem Interesse der Buchgestalter an neuen oder seltenen Schriftarten kontrastiert", so der Jurypräsident François Rappo zu den diesjährigen, insgesamt 404 zum Wettbewerb eingereichten Publikationen.
Seit 1999 führt die Sektion Kunst und Design des Bundesamtes für Kultur BAK im Auftrag des Eidgenössischen Departements des Innern EDI den Wettbewerb "Die schönsten Schweizer Bücher" durch. Er steht unter dem Patronat der Schweizerischen Buchverlegerverbände.
Die Jury beurteilt die Einsendungen hinsichtlich Konzeption, grafischer Gestaltung und Typografie, ferner nach ihrer technischen Beschaffenheit in der Qualität des Druckes und des Einbandes, der buchbinderischen Verarbeitung und den verwendeten Materialien. Ebenso berücksichtig werden Originalität und Innovation.
Unabhängig von den zum Wettbewerb eingegebenen Büchern verlieh die Jury den Jan-Tschichold-Preis. Mit diesem Preis ergreift das EDI seit zehn Jahren die Möglichkeit, eine Persönlichkeit, eine Gruppe oder eine Institution für eine hervorragende Leistung im Bereich der Buchgestaltung auszuzeichnen. Der diesjährige Jan-Tschichold-Preis in der Höhe von 15'000 Franken geht an Gavillet & Rust (Gilles Gavillet und David Rust) in Genf.
Die Jurymitglieder haben auch dieses Jahr ein "Buch der Jury" ausgewählt. Es handelt sich um den von Cornel Windlin bemerkenswert gestalteten Vitraverkaufskatalog "Select, arrange.
Am 20. Mai 2006 werden im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung "Die schönsten Schweizer Bücher" im Museum für Gestaltung Zürich die Auszeichnungs-Urkunden und der Jan-Tschichold-Preis verliehen sowie der Katalog zum diesjährigen Wettbewerb vorgestellt. Im Herbst 2006 wird die Ausstellung im mudac in Lausanne gezeigt.