Die Unterhaltungs- und Medienbranche fusioniert rege

Studie - Mehr als 110 Transaktionen werden stattfinden.

Im laufenden Jahr werden innerhalb der europäischen Unterhaltungs- und Medienbranche voraussichtlich mehr als 110 Transaktionen (97 Transaktionen, 2004) stattfinden. Bereits im Jahr 2004 stieg das Gesamtvolumen auf 8 Milliarden Euro (3 Milliarden Euro, 2003) und die Anzahl der Transaktionen auf 43 (31 Transaktionen, 2003).

In Kontinentaleuropa sank im Jahr 2004 das Volumen von insgesamt 13 Milliarden Euro im Jahr 2003 auf 8 Milliarden Euro. Besonders viele Transaktionen wurden im vergangenen Jahr innerhalb der britischen Unterhaltungs- und Medienbranche getätigt. Seit dem Tiefstand im Jahr 2002 werden laut Studie "PwC Media Insights 2005“ stetig mehr Transaktionen durchgeführt. In der Schweiz werden zunehmend Transaktionen mit Regionalzeitungen sowie im Druckbereich beobachtet.

Die Unterhaltungs- und Medienbranche vermied im Jahr 2004 mehrheitlich grössere Übernahmen und konzentrierte sich auf kleine Ergänzungsakquisitionen. Am aktivsten war die Verlagsbranche mit 51 Transaktionen im Jahr 2004 (38 Transaktionen, 2003). Fünf der acht Trans-aktionen mit einem Volumen von über 500 Millionen Euro wurden innerhalb der europäischen Verlagsbranche durchgeführt.

René Rausenberger, Partner Wirtschaftsprüfung bei PricewaterhouseCoopers in der Schweiz, ergänzt dies wie folgt: "Auch in der Schweiz hat die Anzahl der Transaktionen zugenommen. Die Verlagshäuser sehen sich in den Agglomerationen zunehmend mit aufstrebenden Gratiszeitungen sowie dem veränderten Lese- und Werbeverhalten konfrontiert. Die daraus resultierenden reduzierten Inseratenaufkommen machen Zusammenarbeitsbestrebungen mit Regionalzeitungen attraktiv.“

Haupterkenntnisse der Studie:

•Vermehrt flüssige Mittel: Übernahmen, werden im kommenden Jahr fester Bestandteil der Strategie der Unternehmen innerhalb der Unterhaltungs- und Medienbranche sein. Denn nach der Restrukturierung ihrer Bilanz haben einige Unternehmen nun flüssige Mittel zur Verfügung und sind in der Lage, den geforderten Preis für die besten Objekte zu bezahlen.

•Auslagerung ermöglicht Konzentration auf das Kerngeschäft: Die Unternehmen der Unterhaltungs- und Medienbranche konzentrieren sich stärker auf das Kerngeschäft. Einzelne Bereiche werden vermehrt ausgelagert. Weitere Transaktionen sind deshalb zu erwarten.

•Anhaltendes Wachstum des Online-Geschäfts: Das Internet ist beliebter denn je. Die Werbung im Internet wächst schneller als bei allen anderen Werbeträgern. Die Transaktionsaktivitäten im Internetbereich werden laut Studie zunehmen.