Die Zeitung feiert 130-jähriges Bestehen

"La Gruyère" - Spezial-Ausgabe im Stil von einst publiziert.

Die Zeitung "La Gruyère" ist am Donnerstag in einer Spezialausgabe zum 130-jährigen Jubiläum erschienen. Optisch lehnt sich der Auftritt ganz an die Originalausgabe von 1882 an. Mit einem Augenzwinkern haben die Zeitungsmacher ganz im Stil von einst gearbeitet: Fotos sucht man natürlich vergebens und manche Nachrichten sind durchaus schon ein paar Tage alt, so wie das damals gang und gäbe war. Wie in früheren Zeiten priesen Zeitungsverkäufer die Spezialausgabe in Bulle auf den Strassen an.

Das Blatt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Gegründet wurde "La Gruyère" ursprünglich als Gegengewicht zu Zeitungen mit konservativer Ausrichtung. In seinen Anfängen war das Blatt ein Sprachrohr der Freisinnigen. Diese Zeiten seien längst vorbei, betonte Chefredaktor Jérôme Gachet in seinem Editorial. Das Blatt sei stolz auf seine Unabhängigkeit, die es auch verteidige. Geblieben sei in all den Jahren jedoch das Feuer der Begeisterung. Die Überzeugung, dass das Blatt für die Region heute so unverzichtbar sei wie in seinen Anfängen, erfülle ihn mit Stolz, führte Gachet aus.

Jüngste Zahlen der AG für Werbemedienforschung bestätigen Gachets Einschätzungen. Während viele Schweizer Zeitungen mit sinkenden Auflagen zu kämpfen haben, blieb die Auflage von "La Gruyère" stabil, bei 14'468 Exemplaren. Die Zeitung erreicht damit rund 34'000 Leserinnen und Leser. Die französischsprachige "La Gruyère" erscheint drei Mal pro Woche und berichtet über das Geschehen im südlichen Teil des Kantons Freiburg. Derzeit arbeiten für das Blatt 24 Personen, davon 15 Journalistinnen und Journalisten sowie zwei Fotografen. Seit 1976 wird die Zeitung von der St-Paul Gruppe herausgegeben, zu der auch die Tageszeitung "La Liberté" gehört. (sda/dpa)