Das digitale Bezahlmodell des Tages-Anzeigers startet am 31. März 2014 nachmittags, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Firma investierte drei Millionen Franken in die Paywall-Technologie. Damit soll das bestehende Print-Abonnementsmodell digital erweitert und fortgeführt werden.
Mit dem Start des digitalen Bezahlmodells erneuert der "Tages-Anzeiger" seine App- und Mobile-Angebote. Ausserdem rückt die Nachrichtenplattform tagesanzeiger.ch mit einer wertigeren und ruhigeren Gestaltung optisch näher an die Tageszeitung heran.
Den Abonnenten stehen fünf verschiedene Angebote zur Verfügung – von "Digital light" mit einer unbeschränkten Anzahl Artikel auf tagesanzeiger.ch und Smartphones für 218 Franken im Jahr bis zu "Classic plus" mit "Tages-Anzeiger", "SonntagsZeitung" und unbeschränkter digitaler Nutzung auf allen Geräten für 622 Franken.
Reichweite mit durchlässigem Modell erhalten
Dank des durchlässigen Bezahlmodells, das gelegentlichen Lesern einen kostenlosen Zugang ermöglicht, soll die im Werbemarkt nachgefragte hohe Reichweite erhalten bleiben. Im Verlauf des Jahres werden weitere bezahlte Tageszeitungen von Tamedia ein digitales Bezahlmodell einführen.
Der Verlag setzt dabei wie die "New York Times" oder die "Neue Zürcher Zeitung" auf das sogenannte "Metered Model". Dabei ist eine gewisse Anzahl Artikel kostenlos. Im Falle des Newsnet-Verbundes werden voraussichtlich 10 bis 15 Texte pro Monat gratis zu lesen sein.
Wie Tamedia-CEO Christoph Tonini an der Pressekonferenz vom Donnerstag erklärte, wird die Paywall bei den verschiedenen Redaktionen unterschiedlich ausgestaltet. So sei es beispielsweise möglich, dass eine Lokalzeitung alle ihre Eigenleistungen kostenpflichtig mache. Man werde das Modell laufend anpassen, je nach dem, wie Werbemarkt und Leser reagierten. (pd/sda/lmy)