Digitales Radio hat doch Zukunft

NZZ - Ausbau der Technologie wird in der Schweiz vorangetrieben.

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) glaubt an das digitale Radio. Einiges spreche dafür, dass diese Technologie doch noch erfolgreich sein könne. Es finde ein Umbruch statt, das Publikum verliere sein Interesse am UKW-Radio, sagt Pietro Ribi, Leiter von Swiss Satellite Radio in der NZZ. Nach einigen Jahren Pause treibt die SRG den Ausbau des digital Audio Broadcasting (DAB) wieder voran. Anlass zu Optimismus sieht die NZZ in Grossbritannien, wo sich DAB grosser Beliebtheit erfreut. Dort gibt es laut Ribi über 400 DAB-Radiostationen, Dutzende neuer Radioformate und drei Millionen verkaufte DAB-Empfänger.

Gemäss NZZ war das Problem in der Schweiz, dass sich die Vermarktung der Technik vor allem auf Automobilisten konzentrierte. Zudem war die bessere Klangqualität das einzige Argument. Der neue Frequenzplan der Regionalen Radiokonferenz 2006 erlaubt nun eine Erhöhung der Sendeleistung und Nutzungsweisen ausserhalb des Autos. Die Ostschweiz ist laut NZZ bereits flächendeckend mit DAB versorgt, bis im September sollen auch Zürich, der Aargau, Solothurn und die Zentralschweiz, bis Ende Jahr zudem Basel, das Tessin und der Genferseeraum erschlossen sein. Jura und Bern folgen im nächsten Jahr. Ziel ist, dass DAB in 95 Prozent des Sendegebiets auch im Innern von Häusern empfangen werden kann.