Ringier stellt die Westschweizer Sonntagszeitung dimanche.ch ein. Begründet wird die Einstellung mit der wirtschaftlichen Entwicklung und fehlenden Perspektiven auf eine Erholung. Von der Einstellung sind 25 Personen (davon 14 Journalisten) direkt betroffen, für die der Sozialplan von Ringier zur Anwendung kommt. Ringier prüft auch Möglichkeiten, einzelne Mitarbieter in anderen Bereichen zu beschäftigen.
Einbruch der Werbeeinnahmen
Der deutliche Einbruch der Werbeeinnahmen war ausschlaggebend für den Entscheid, das Erscheinen von dimanche.ch einzustellen. Die Kosten dagegen seien stets unter Kontrolle gewesen, sagte Gérard Geiger, Generaldirektor von Ringier Romandie, gegenüber der sda. Durch die mangelnden Perspektiven auf eine Besserung sei der Entscheid unumgänglich gewesen. Die erlittenen Verluste wollte Ringier nicht beziffern.
dimanche.ch erschien erstmals am 28. November 1999 in einer Auflage von 50'000 Exemplaren. Ringier positionierte das Sonntagsblatt als Konkurrenz zu Matin dimanche des Herausgebers Edipresse und versprach sich ein Stück vom Westschweizer Werbekuchen. Zuletzt hatte dimanche.ch laut Angaben von Geiger eine Auflage von 45'000 Exemplaren und wurde von rund 120'000 Personen gelesen. Die Akzeptanz bei der Leserschaft war jedoch nicht ausreichend für das Überleben des Blattes. Auch die Entlassung von 10 Personen im Juli 2002 konnten dimanche.ch nicht retten.
Le Matin gewinnt Kampf am Sonntag