Direktor Walpen erwägt Erhöhung der Radio- und TV-Gebühren

SRG - Lob für Ingrid Deltenre.

SRG-Generaldirektor Armin Walpen denkt laut über höhere Radio- und TV-Gebühren nach. Er schliesse nicht aus, dass er im Sommer 2005 dem Bundesrat eine Erhöhung der Gebühren beantrage, sagte Walpen in einem Interview mit der SonntagsZeitung. Die letzte effektive Erhöhung habe im Jahr 2000 stattgefunden, sagte Walpen. "Es kommt der Zeitpunkt, an dem wir eine Erhöhung werden verlangen müssen." Allerdings seien Erhöhungen nur gerechtfertigt, wenn andere Mittel wie Produktionssteigerungen ausgeschöpft seien.

Sorgen bereiten dem SRG-Direktor neue Geräte, mit denen der Zuschauer künftig TV-Werbeblöcke ausblenden könnte. "Der TV-Spot ist damit in Frage gestellt", sagte Walpen. Die SRG- Tochtergesellschaft Publisuisse überlege sich derzeit, welche Werbeformen der Zukunft für die SRG in Frage kommen. Künftig will die SRG auch Sendungen an Dritte weiterverkaufen. Mögliche Kunden seien Swisscom, Orange, Cablecom oder Sunrise. Er rechne dadurch mit zusätzlichen Einnahmen von zwischen einer und zehn Millionen Franken.