Doch keine Klage von Sat.1

Schawinski - Buch sorgt weiterhin für Aufsehen

Das Schawinski-Buch "Die TV-Falle" sorgt in Deutschland weiterhin für Aufsehen. Gegenüber früheren Mutmassungen will Sat.1 nun doch keine rechtlichen Schritte gegen ihren ehemaligen Geschäftsführer, den Schweizer Medienpionier und "persönlich"-Kolumnisten, Roger Schawinski einleiten. Dies erklärte eine Konzernsprecherin gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur ddp. Im soeben erschienenen Buch rechnet Schawinski mit dem deutschen TV-System ab und beschreibt die zuweilen schwierige Zusammenarbeit mit den Sat.1-Stars Ottfried Fischer, Anke Engelke und Alexandra Neldel.

Die Bunte hatte zuvor vermeldet, dass der Sender rechtliche Schritte gegen Schawinski prüfe. Schawinski sagte im Interview mit dem Tagesspiegel (Mittwochausgabe), dass der Konzern ProSiebenSat.1 im Vorfeld der Veröffentlichung mit einer Verhinderung des Buches gedroht habe. Dies habe aber nicht geklappt. Er selbst habe mit seinen Anwälten vorab alle Aussagen juristisch prüfen lassen.

Schawinski selbst beteuerte in den Medien mehrfach, er habe kein Buch gegen Sat.1 geschrieben. "Ich habe keinen Grund nachzutreten", so der TV-Profi gegenüber dem Spiegel. Dass seine offenen Bekenntnisse ein juristisches Nachspiel haben könnten, sorgt ihn nicht. "Da ich keine Karriere mehr machen muss, kann ich Klartext reden", sagt der 62-Jährige. Seine Anwälte hätten im Übrigen das Buch geprüft.