Dokumentiert riskante Berichterstattung in Syrien

CNN - Arwa Damon wagte sich weit ins Krisengebiet.

Sich ein Bild von der syrischen Protesthochburg Homs zu machen, ist für Aussenstehende schwierig. Eine Reporterin des Nachrichtensenders CNN wagte sich bis weit ins Krisengebiet vor. Ihr Film dokumentiert die Gefahren, denen sich ausländische Journalisten in Syrien aussetzen. Arwa Damon hat schon über den Krieg im Irak berichtet. Ihre Reise ins Bürgerkriegsland Syrien musste sie sich dennoch zweimal überlegen. Die CNN- Reporterin hat mit den Chefs des US-Nachrichtensenders genau die Gefahren abgewogen. Für Journalisten ist die Berichterstattung über Syrien eine Herausforderung. Ausländische Reporter waren unerwünscht, als die Armee in Homs brutal gegen die Aufständischen vorging. Selbst das Internationale Rote Kreuz bekam keinen Zugang zum Viertel Baba Amro, wo viele Menschen getötet wurden und die Überlebenden dringend Hilfe bräuchten.

"Keine Story ist es wert, dafür zu sterben", sagt die 34-Jährige, deren Mutter aus Syrien stammt. "Aber um eine Geschichte wie die aus Syrien zu erzählen, muss man dorthin." Man müsse die Dinge sehen, den Menschen zuhören, ihre Lage fühlen. Deshalb war Damon in der provisorischen Klinik in Baba Amro, obwohl der Ort ständig beschossen wurde. Die Journalistin kehrte unversehrt aus Homs zurück. Ihre Reportage schildert die Reise des Teams, dem neben der Beirut-Korrespondentin auch der Fotojournalist Neil Hallsworth und der Sicherheitsberater Tim Crockett angehörten. Der Film erlaubt dem Zuschauer einen Blick hinter die Kulissen der Arbeit von Fernsehjournalisten an einem der derzeit gefährlichsten Orte der Welt. Die Reporter reflektieren darin ihr Tun. CNN will damit thematisieren, wie komplex die Berichterstattung aus dem Krisengebiet Syrien ist und welche Risiken damit verbunden sind. Die einstündige Dokumentation wird am Freitagabend auf CNN International ausgestrahlt. (sda/dpa)