Die TV-Produktionsfirma Fremantle Media geht juristisch gegen die 3 Plus TV Networks, Betreiberin des Schweizer Privatsenders 3+, vor. Dies berichtet die "Mittelland Zeitung" in einer Vorabmeldung. Fremantle Media wirft 3+ vor, mit der Ausstrahlung des Formats "Bauer, ledig, sucht..." gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstossen zu haben.
Die Dokusoap sei eine illegale Kopie der Fremantle-Sendung "The Farmer Wants A Wife", welche, eigenen Angaben zu Folge, in 16 Europäischen Länder mit grossem Erfolg ausgestrahlt wurde. Die englische Produktionsfirma hat beim Handelsgericht des Kantons Aargau nun eine Klage gegen 3+ eingereicht.
Dominik Kaiser lässt sich nicht einschüchtern
3+-Chef Dominik Kaiser bestreitet die Anschuldigungen vehement und bewertet sie auf Anfrage von "persoenlich.com" als völlig unbegründet: Schon vor 25 Jahren strahlte das Schweizer Fernsehen eine Kuppelshow namens 'Bauer sucht Bäuerin' aus. Wir wollten an diese lange Schweizer Tradition anknüpfen und luden drei Produktionsfirmen an einen Pitch ein.
Darunter habe sich mit der UFA auch eine Tochter von FremantleMedia Limited befunden. Den Zuschlag bekam schliesslich Faro TV. Ausschlaggebend war dabei laut Kaiser, dass UFA nicht in der Lage war, 3+ ein Angebot zu machen, das den gestellten inhaltlichen und produktionstechnischen Anforderungen entsprach.
Auf die nun eingereichte Klage von FremantleMedia Limited beim Handelsgericht des Kantons Aargau reagiert Kaiser gelassen: "Von diesen unbegründeten Anschuldigungen lassen wir uns nicht einschüchtern. Wir haben unser eigenes Bauern-Verkupplungsformat entwickelt und stehen kurz davor, es weltweit anzubieten."