Dominik Kaiser schlägt Neuerung für TV-Gebühren vor

3+ - Gelder sollen programm- und nicht senderabhängig ausgezahlt werden.

Im Gespräch mit dem Punkt-Magazin spricht Dominik Kaiser, Gründer und Chef der 3+-Senderfamilie, über seinen seit 2009 profitablen Privatsender und Fernsehen in der Schweiz.

Dabei äussert er sich auch zur SRG und zur umstrittenen Frage nach den Gebührengeldern.  «Dass die SRG Gebührengelder erhält, ist grundsätzlich richtig und wichtig. In der Schweiz wäre es sonst nicht möglich, gut gemachte Nachrichten- oder Sportsendungen zu produzieren», meint Kaiser.

Doch er fordert eine ernsthafte Diskussion darüber, was Service public sei und wofür die Gebührengelder verwendet würden: «Im Moment scheint es so, dass alles, was die SRG macht, automatisch Service public ist.»

Programmgefässe in der Unterhaltung ausschreiben

«Man könnte sich überlegen, nur für News, Kultur inklusive Schweizer Spielfilme und Satire sowie grosse Sportanlässe Gebührengelder einzusetzen und nicht für reine Unterhaltung», meint Kaiser weiter.

Als Alternative schlägt er vor, die Gebührengelder programmabhängig und nicht senderabhängig auszuzahlen - so dass sich also vor allem im Unterhaltungsbereich auch andere Sender für Programmgefässe und die entsprechenden Gelder bewerben könnten. (lmy)

Bild: Keystone