Dreharbeiten zu Doku-Serie mit Behinderten gestartet

SF - Günstig produziertes Format soll für hohe Einschaltquoten sorgen.

Sechs geistig behinderte Menschen stehen seit Dienstag im Strandbad Bruggerhorn in St. Margrethen vor TV-Kameras. Sie sind die Stars einer siebenteiligen Sommer-Doku-Serie. Zu sehen ist "Üsi Badi" ab Montag 5. Juli auf SF1. Weil dem Schweizer Fernsehen SF für eine Sommerserie wie "Alpenfestung - Leben im Réduit" in diesem Jahr das Geld fehlt, will der Sender mit günstiger produzierten Formaten für hohe Zuschauerquoten sorgen.

Am 5. Juli startet die Doku-Soap "Üsi Badi" mit geistig Behinderten. Zusammen mit "normalen" Menschen werden die Behinderten das Strandbad Bruggerhorn führen, wie die Gemeinde St. Margrethen am Dienstag mitteilte. Die sechs Behinderten leben auf dem Campingplatz und gehen dem Bademeister zur Hand. Sie bewirten Gäste, verkaufen Glacé am Kiosk und geniessen abends das Filmprogramm im Open Air Kino. Ab und zu seien Ausflüge geplant, zum Beispiel ins Piratenrestaurant oder in die Natur rund um den Campingplatz.

Das Fernsehpublikum nehme an den Wünschen, Träumen, Freuden und Ängsten der Mitwirkenden teil, schreibt SF auf seiner Website. Das Publikum sei mit dabei, wenn Kontakte zwischen Menschen mit und Menschen ohne Behinderung geknüpft würden. "Üsi Badi" sei eine Reise in eine weitgehend unbekannte Welt, die eigentlich ganz nahe bei der eigenen liege. (sda)