Drei türkische Journalisten sind unter dem Vorwurf inhaftiert worden, an einer Verschwörung zum Sturz der islamisch orientierten Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyib Erdogan teilgenommen zu haben. Im Zuge der Ermittlungen sind bereits rund 400 Personen, darunter pensionierte Offiziere, Wissenschaftler und Journalisten vor Gericht gestellt worden. Bei den am Freitag inhaftierten Journalisten handelt es sich um den Leiter der regierungskritischen Webseite Odatv, Söner Yalcin, und zwei seiner Mitarbeiter. Wegen ihrer Festnahme Anfang der Woche hatte der amerikanische Botschafter in Ankara, Francis Ricciardone, seine Sorge über die Medienfreiheit in der Türkei ausgedrückt.
Die türkische Regierung wies das als Einmischung in die inneren Angelegenheiten zurück und erklärte, in der Türkei gebe es mehr Pressefreiheit als in den meisten anderen Ländern, auch den USA. (sda)