Nach dem Austritt von Simon Heusser als Chefredaktor der Weltwoche werden die bisherigen Mitglieder der Chefredaktion, Markus Somm, Stellvertretender Chefredaktor, Andreas Dietrich und Walter de Gregorio, die Redaktion bis auf weiteres führen. Dies teilte Jean-Frey-CEO Filippo Leutenegger am Dienstag Abend mit.
Den Beschluss der Geschäftsführung interpretieren Insider als Massnahme zur Schlichtung der Spannungen innerhalb der Redaktion. So sollen beträchtliche Differenzen zwischen einem rechtsbürgerlichen Flügel, der sich um Markus Somm schart und einem eher progressiveren, liberalen Flügel um Andreas Dietrich und Walter de Gregorio bestehen. Der Entschluss, sämtliche verbliebene Mitglieder der bisherigen Redaktionsleitung als interimistische Führungcrew zu ernennen, soll die zerstrittenen Lager zusammenführen.
In der "persoenlich.com"-Umfrage führt Kurt W. Zimmermann die Kandidaten-Liste künftiger Weltwoche-Chefredaktoren klar an. Von 527 Stimmen fielen 95 auf den früheren Chefredaktoren der SonntagsZeitung. Auf Anfrage von "persoenlich.com" liess der Kronfavorit indes ausrichten, dass er für das Amt des Weltwoche-Chefredaktoren gegenwärtig schlicht "zu wenig Zeit" hätte. Weitere heisse Anwärter sind Roger de Weck (71 Stimmen) und Markus Somm (54 Stimmen), gefolgt von Andreas Dietrich (46 Stimmen), Res Strehle (44 Stimmen) und Walter De Gregorio (34 Stimmen). Nicht wenige Stimmen fielen auf die Rubrik "Andere" (71 Stimmen). Von verschiedener Seite fiel der Name Markus Gisler im Rennen um das Amt, ebenso wird bei "persoenlich.com"-Lesern Peer Teuwsen als Kandidat gehandelt. (Stand der Umfrage: 7. Juni 23:00)