Die SRG-Tochter Radiotelevisione svizzera di lingua italiana (RSI) will den Kostendruck auf ihre Zulieferfirmen abwälzen. Die Preise für die Dienstleistungen dieser Outsourcing-Unternehmen sollen um mindestens zehn Prozent gesenkt werden. Die 13 Firmen wehren sich jedoch gegen diese Sparmassnahmen. Sie stellen der RSI zum Teil schon seit Jahrzehnten sowohl Personal wie auch Kameramänner oder Tontechniker als auch Dienstleistungen und Produkte zur Verfügung.
Viele der Angestellten würden bereits jetzt unter konstant prekären Bedingungen arbeiten und oft Arbeitslosengeld beziehen, schreiben die Unternehmen in einem gemeinsamen Brief an die RSI, den die Zeitung "laRegioneTicino" am Dienstag publik machte. Die 13 Firmen sind bereit, mit der RSI über eine neue Preispolitik zu diskutieren. Doch diese Verhandlungen müssten transparent, bilateral und Sektor für Sektor geführt werden, fordern sie.
RSI-Sprecherin Stefania Verzasconi sagte am Dienstag auf Anfrage, dass man sich bei der RSI über mögliche Sparmassnahmen Gedanken mache. Dazu gehöre auch eine Kostenanalyse bei den Zulieferfirmen. Wie viel Geld die RSI in diesem Bereich künftig zu sparen gedenkt, liess Verzasconi offen. Es sei noch zu früh, um über Zahlen zu sprechen, sagte sie. Die Verhandlungen mit den Firmen seien noch im Gang. (sda)