Auch der Verlag der "Süddeutschen Zeitung" wird die Anzeigenkrise nicht unbeschadet überstehen: Wie die Zeitung berichtet, wird das Münchner Unternehmen bald Kündigungen aussprechen. Geschäftsführer Detlef Haaks habe bei einer Betriebsversammlung am Dienstag neben weiteren Sparmassnahmen bei den Sachkosten auch den Abbau von 30 Arbeitsplätzen in Verlagsabteilungen angekündigt, zitiert der deutsche Branchendienst Horizont die "Süddeutsche". Das entspreche etwa fünf Prozent der im Verlagsbereich tätigen Belegschaft. Die Details sollen in den nächsten Wochen verhandelt werden. Haaks betonte dem Bericht zufolge, dass sich die Geschäftsführung für "sozialverträgliche Lösungen" einsetzen wolle.
Neben der Verlagsabteilung wird auch die 400 Mitarbeiter starke Redaktion des Blattes nicht geschont. In welchem Umfang Stellen wegfallen werden, ist derzeit jedoch noch unklar. Der Verlag wolle verhindern, dass die lokale und überregionale Spitzenstellung der Zeitung "beschädigt" werde. Begründet werden die Einschnitte mit massiven Anzeigeneinbrüchen. In den ersten drei Quartalen 2009 ist der Umsatz des Süddeutschen Verlags laut dem Bericht gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gesunken, der Verlag schreibe rote Zahlen. Ziel der Einsparmassnahmen sei es, 2010 wieder ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen.