Economiesuisse kritisiert "Verfilzung" von TV-Direktor Ueli Haldimann

SF - Interne Untersuchung verlangt.

"K-Tipp", "Saldo" und "Bon à savoir" werden von der Konsumenteninfo AG herausgegeben und machen mobil gegen die Senkung des Umwandlungssatzes (Abstimmung am 7. März). Der fünfköpfige Verwaltungsrat wird vom Anwalt René Schuhmacher präsidiert. Zu den VR-Mitgliedern gehört auch Ueli Haldimann, Direktor des Schweizer Fernsehens (SF), wie die Zeitung "Sonntag" berichtet. Eine brisante Konstellation: Wie frei kann SF über die Renten-Vorlage informieren, wenn Publikationen der Konsumenteninfo AG bei dieser Vorlage an vorderster Front kämpfen?

Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer: "Ich habe ein ungutes Gefühl, wenn ich sehe, wie im Zusammenhang mit der bevorstehenden Abstimmung die Produkte der Konsumenteninfo AG vom Monopolmedium SF privilegiert werden." Noch einen Schritt weiter geht Urs Rellstab, stv. Direktor von Economiesuisse: "Das ist eine dramatische Verfilzung, die vor dem Hintergrund des Abstimmungskampfs daran zweifeln lässt, ob das SF in der Lage ist, den Programmauftrag zu erfüllen. Wir erwarten, dass die SRG diese Verfilzung intern untersucht." SF-Pressesprecher David Affentranger sagt nach Rücksprache mit Ueli Haldimann: "Selbstverständlich herrscht bei der Konsumenteninfo AG, wie in anderen Medienunternehmen auch, eine strikte Trennung zwischen den Aufgaben des VR und der Redaktion. Diese ist in ihrer Berichterstattung unabhängig."