Die Gewerkschaften comedia und SVJ haben mit dem Medienkonzern Ringier einen Sozialplan ausgehandelt. Die Sozialpartner nahmen im Herbst die Verhandlungen auf, nachdem Ringier ein Effizienzsteigerungsprogramm angekündigt hatte. Der Plan biete den vom Sparprogramm betroffenen Angestellten "faire, massgeschneiderte" Lösungen, heisst es in einem gemeinsamen Communiqué der Mediengewerkschaft comedia und dem Schweizer Verband der Journalistinnen und Journalisten SVJ vom Freitag.
Sozialplan für alle
Der Sozialplan gelte für alle Angestellten der Ringier Verlags AG, unabhängig davon ob sie einem Gesamtwarbeitsvertrag unterstellt seien oder nicht, bestätigte Ringier-Sprecherin Myrta Bugini den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen. Grundlage für die Verhandlungen bildeten gemäss Angaben der Gewerkschaften der Gesamtarbeitsvertrag sowie der Grundsatz, wonach Entlassungen nur als letztes Mittel ausgesprochen werden sollen. Vorab sollen jeweils alle arbeitsplatzerhaltenden Massnahmen mit den Betroffenen und den Sozialpartnern geprüft werden.
Verlängerte Kündigungsfristen
Im Mittelpunkt der Verhandlungen seien deshalb nicht nur die üblichen Abgangsentschädigungen gestanden, heisst es weiter. Die Kündigungsfristen wurden generell um einen Monat verlängert. Die Frist beträgt nun für alle Angestellten mindestens drei Monate. Zudem erhalten die von einer Entlassung betroffenen Personen die Möglichkeit zwischen einer Abgangsentschädigung und einer Ausgleichszahlung zu den Leistungen der Arbeitslosenversicherung zu wählen. Im Weiteren wurde ein Härtefallfonds eingerichtet.
Zahl der Entlassungen weiter unklar