Einigung im Namensstreit in Sicht

Radio 1 - "Nur für Erwachsene -- und ihre wunderbaren Kinder."

Im Streit um die Marke Radio 1 zeichnet sich eine aussergerichtliche Lösung ab. Laut einem Bericht der "SonntagsZeitung" ist Roger Schawinski zuversichtlich, dass es zu keiner Namensklage gegen seinen Zürcher Sender Radio 1 kommt. Es hätten "sehr freundschaftliche" Gespräche mit Dagmar Reim, Chefin von Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), stattgefunden, so der Radiomann. "Von einer Klage war keine Rede mehr." RBB kündigte an, dass die Gespräche fortgesetzt würden.

In der ersten Maiwoche noch hatte die öffentlich-rechtliche RBB-Gruppe erklärt, sie wolle definitiv Klage einreichen, nachdem Schawinski eine ihm gesetzte Frist verstreichen liess. RBB, das in Berlin Radio Eins "nur für Erwachsene" betreibt, hatte gefordert, dass Schawinski seinen Sender entweder umbenenne oder nicht mehr über das Internet verbreite. Zudem verlangte es eine Änderung der Slogans des Zürcher Senders sowie die Umbenennung mehrerer Sendungen.

Nun ist Schawinski laut "SoZ" der RBB-Chefin zumindest zu einem Teil entgegengekommen. So sollen einige Radio 1-Sendungen umbenannt und der Sender-Slogan ergänzt werden: "Radio 1 nur für Erwachsene -- und ihre wunderbaren Kinder."