Eklat um "Welt"-Autor Matthias Matussek

Terror in Paris - Ihm wurde mit sofortiger Wirkung gekündigt. Anlass dafür ist ein Facebook-Post.

Die deutsche "Welt"-Gruppe hat sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Autor Matthias Matussek getrennt. Dem Bruch vorausgegangen ist ein Facebook-Posting zu den Anschlägen in Paris, das für viel Irritation sorgte und von dem sich "Welt"-Chefredaktors Jan-Eric Peters vehement distanzierte.

"Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen..", schreibt Matussek und setzt ein lachendes Smiley ans Ende des Posts.

Mittlerweile hat Matussek, der früher Kulturchef des "Spiegel" war, das lachende Smiley entfernt und sich in einem weiteren Facebook-Post erklärt.

Jan-Eric Peters und Kai Diekmann: Nun hab ich das verdammten Smiley korrigiert, so :-( aber, diejenigen, die mich...

Posted by Matthias Matussek on Samstag, 14. November 2015

 

An einer Redaktionskonferenz am Dienstag kam es schliesslich zum endgültigen Eklat. Matussek soll nach Informationen des Branchenportals Meedia den Chefredaktor als "Arschloch" bezeichnet haben. Daraufhin hat sich die "Welt"-Gruppe mit sofortiger Wirkung von ihrem Autor getrennt.

Am Dienstagabend schliesslich hat sich Matusseks Anwalt ebenfalls via Facebook-Post gemeldet. "Herr Matussek hat weder Herrn Peters noch Herrn Poschardt als 'durchgeknallt' und/oder 'Arschloch' und/oder 'durchgeknalltes Arschloch' bezeichnet", schreibt der Medienanwalt Joachim Steinhöfel in der Erklärung.

In verschiedenen Medien werden verschiedene Äußerungen kolportiert, die unser Mandant, Herr Matthias Matussek, heute...

Posted by Rechtsanwälte Steinhöfel on Dienstag, 17. November 2015

 

Matthias Matussek hat seit 2013 für verschiedene Titel der "Welt"-Gruppe geschrieben. (ruh)