Elf Journalisten mit 30'000 Franken unterstützt

Reporter ohne Grenzen Schweiz - Ein Zwischenbericht zeigt, wie die Gelder des Unterstützungsfonds der Organisation eingesetzt wurden.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens von Reporter ohne Grenzen Schweiz hat die Organisation Ende 2015 einen Unterstützungs- und Solidaritätsfonds eingerichtet. Er wird zugunsten von Medien- und Informationsschaffenden eingesetzt, die verfolgt werden oder in Gefahr sind. Die Begünstigten werden finanziell oder mit Sachleistungen unterstützt.

Ende Juni 2016 war der Fonds mit 192'000 Franken dotiert, hat also bereits beinahe die bei der Schaffung angestrebte Summe von 200'000 Franken erreicht. Ermöglicht sei dies durch die Unterstützung verschiedener privater Stiftungen und mehrerer Medienhäuser worden.

Die Fondskommission hat nach eigenen Angaben bisher die Gesuche von elf Medienschaffenden geprüft und bewilligt. Insgesamt wurden rund 30'000 Franken zur Unterstützung von elf Antragstellern eingesetzt.

Unterstützt wurden zwei Iraner, eine Syrerin, ein Iraker, ein türkischer Kurde, eine Burundierin, ein Eritreer, ein Kolumbianer, ein Kirgise, ein Kroate und ein Schweizer.

In 45 Prozent der Fälle wurde eine Unterstützung gesprochen, die den Unterstützten ihre journalistischen Aktivitäten erleichtern soll, wie beispielsweise ein Laptop. Dafür wurden 19,7 Prozent der verwendeten Fondsgelder eingesetzt.

24 Prozent der Gelder werden für Kurse verwendet, welche den Unterstützten eine schnellere Integration in der Schweiz ermöglichen, 16 Prozent für Gerichtskosten und 10 Prozent für Nothilfe, heisst es in einer Pressemitteilung. (pd/lcv)