"Geheimnis um Friedenseinsätze gelüftet". So lautet der Titel eines Artikels in der NZZ vom Samstag, der den Jahresbericht 2006 der ausserparlamentarischen Kommission zur internationalen Friedensförderung (PSO-Kommsission) thematisiert. Gezeichnet ist der Text mit Lz. Kein Geheimnis ist, wer sich hinter diesem Kürzel verbirgt: NZZ-Redaktor Bruno Lezzi. Unerwähnt bleibt jedoch ein nicht unwesentliches Detail: Lezzi ist selbst Mitglied besagter Kommission.
Was anderswo eine Diskussion über journalistische Grundsätze auslösen würde, scheint für die renommierte NZZ indes kein Thema zu sein. Auf eine Erläuterung im Artikel, dass der Redaktor ein PSO-Kommissionsmitglied ist, wurde verzichtet. Lezzi selbst sieht die Sache gelassen. Er räumt zwar ein, dass die Angelegenheit im angelsächsischen Raum durchaus ein "Sündenfall" sein könnte, hierzulande aber treffe das nicht zu.

