Emily Bell verstärkt den Beirat für digitale Entwicklung von Tamedia. Die Medienexpertin ist Professorin und Direktorin des Tow Center for Digital Journalism der Columbia University Graduate School of Journalism in New York.
Bis 2010 leitete sie als Chefredaktorin die Website der britischen Zeitung "The Guardian" und war als Direktorin für die digitalen Inhalte von "Guardian News and Media" verantwortlich. Unter ihrer Leitung setzte der "Guardian" mit Live-Blogging, Multimedia-Formaten und dem Einsatz von Social Media neue journalistische Standards, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.
Beirat tagt dreimal jährlich
Der Beirat für digitale Entwicklung von Tamedia wurde im Oktober 2013 eingesetzt. Er soll Trends und neue digitale Geschäftsfelder frühzeitig erkennen sowie eine externe Perspektive zu neuen Investitionsmöglichkeiten und strategischen Kooperationen einbringen.
Die weiteren Mitglieder sind Markus Gross, Professor für digitale Medientechnologie an der ETH Zürich und Direktor von Disney Research Zurich; Mathias Müller von Blumencron, Chefredaktor Digitale Medien "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und früherer Co-Chefredaktor "Der Spiegel"; Sverre Munck, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Unternehmensleitung und Verantwortlicher für Strategie und internationale Medien bei der norwegischen Schibsted Media Group; sowie Thomas Sterchi, unter anderem Gründer des Schweizer Jobportals jobs.ch, welches heute Tamedia und Ringier gehört.
Der Beirat für digitale Entwicklung von Tamedia arbeitet eng mit dem Geschäftsentwicklungsausschuss zusammen. Er tagt dreimal jährlich unter dem Vorsitz von Pietro Supino, Verleger und Präsident des Verwaltungsrates von Tamedia.
Steigender Umsatz im Digitalgeschäft
Tamedia wies im ersten Halbjahr 2013 wachsende Einnahmen aus dem Digitalgeschäft aus. Der Umsatz des Geschäftsfeldes Digital nahm um 81,1 Prozent von 61,8 Millionen Franken auf 111,9 Millionen Franken zu. Das digitale Geschäft trug damit 21 Prozent zum Gesamtumsatz und rund einen Viertel zum Gewinn bei. In den kommenden Jahren will die Mediengruppe in neue Aktivitäten im digitalen Bereich investieren und die bestehenden Aktivitäten weiter ausbauen. (pd)