Die Schweizer Bischofskonferenz hat am Donnerstagabend in Bern den Katholischen Medienpreis 2026 vergeben. In drei Kategorien wurden Journalistinnen und Journalisten aus der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz geehrt, wie die Schweizer Bischofskonferenz mitteilt.
Den Hauptpreis von 2000 Franken erhielt Simon Christen für seinen Dokumentarfilm auf SRF über medizinisch unerklärliche Heilungen, der zugleich den Umgang mit Krankheit und Tod thematisiert. Weihbischof Josef Stübi würdigte das Werk als einen Film, der den betroffenen Personen «respektvoll, einfühlsam und differenziert» begegne.
Den Preis in der Kategorie «Audio», der mit 1000 Franken dotiert ist, teilten sich Alessandro Tini und Antonia Marsetti für ihre rund halbstündige Reportage für die RSI-Sendung «Voci del Grigioni italiano» über den Wandel von Pfarreien und kirchlichen Strukturen im Graubünden.
Den Preis in der Kategorie «Text» – ebenfalls mit 1000 Franken dotiert – erhielten Anne-Sylvie Sprenger und Lucas Vuilleumier für ihre vierteilige Artikelserie «Demandez l'pardon!», die im Sommer in La Liberté und Le Courrier» erschienen war und verschiedene Facetten von Vergebung und Versöhnung beleuchtet. Die zwei Journalisten wurden im Oktober von der reformierten Westschweizer Nachrichtenagentur Protestinfo entlassen, was für viel Kritik sorgte (persoenlich.com berichtete).
Jurypräsident Davide Adamoli hob hervor, dass aus rund 30 eingereichten Beiträgen aus allen Landesteilen jede Autorin und jeder Autor einen «originellen und oft bislang unbekannten Ausschnitt der Realität sichtbar gemacht» habe. Als Trophäe erhielten die Preisträgerinnen und Preisträger zum dritten Mal ein schmiedeeisernes Kreuz in einem Sockel aus dem Holz der ehemaligen Bänke der Abteibasilika Einsiedeln. (pd/spo)