Entschädigungen für alle Zusteller

Kündigungen bei Presto - Die Protestaktion in St. Gallen hat Wirkung gezeigt: Die von der Einstellung der gedruckten «Ostschweiz am Sonntag» betroffenen Zeitungsverträger bekommen eine Abfindung.

Wegen der Einstellung der gedruckten «Ostschweiz am Sonntag» Ende Oktober verlieren 150 bis 200 Zusteller ihre Aufträge. Die Presto Presse-Vertriebs AG zahlt nun allen Betroffenen Entschädigungen und verzichtet in Härtefällen auf Kündigungen.

Die Angestellten und die Gewerkschaft Syndicom hätten Presto Zugeständnisse abgerungen, teilte Syndicom am Mittwoch mit. Das Unternehmen hatte Vorschläge des Personals für einen sozialverträglichen Stellenabbau zuerst zurückgewiesen. Nach einer Protestaktion in St. Gallen kam es nochmals zu Verhandlungen (persoenlich.com berichtete).

Der Druck habe offenbar Wirkung gezeigt, schreibt die Gewerkschaft. Zustellerinnen und Zusteller, die mehr als 20 Jahre für Presto gearbeitet und das 50. Altersjahr erreicht haben, erhalten zwei Monatslöhne als Abgangsentschädigung, alle übrigen einen halben Monatslohn. Das Geld wird im Dezember ausbezahlt.

Davon profitieren laut Syndicom auch Zustellerinnen und Zusteller, die ihr Pensum am Sonntag verlieren, aber unter der Woche weiterhin bei Presto angestellt bleiben. Zudem würden in Härtefällen, in denen Betroffene eine Gefährdung ihrer wirtschaftlichen Existenz angemeldet haben, keine Entlassungen ausgesprochen. (sda/cbe)