Am Freitagnachmittag um 16.30 Uhr ging beim Ringierverlag eine Bombendrohung ein. Daraufhin mussten alle Mitarbeitenden des Verlages das 5-stöckige Pressehaus 1 an der Dufourstrasse 23 räumen. Mittlerweile wurde Entwarnung gegeben. Bis zur Klärung des Falles konnten die Ringier-Mitarbeitenden das Haus nicht mehr betreten. Wie Marco Cortesi, Mediensprecher der Zürcher Stadtpolizei gegenüber "persoenlich.com" sagte, konnte man zuerst noch nichts Genaueres zum Inhalt oder zum Urheber der Drohung sagen, man nehme die Drohung aber ernst. Priorität habe die Evakuation der Personen und die Verhinderung eines sonstigen Schadens. Alles weitere sei dann Gegenstand anschliessender Abklärungen.
Ringier-Pressesprecher Edi Estermann erklärte gegenüber "persoenlich.com", dass eine männliche Person bei der Ringier-Zentrale telefonisch mit einer Bombe gedroht habe. Offenbar sagte der Mann, dass um punkt 17.00 Uhr in der Tiefgarage des Ringiergebäudes und am Zürcher Hauptbahnhof je eine Bombe gezündet werde.
Estermann sagte weiter, dass am Freitag wohl niemand mehr das Ringier-Gebäude betreten kann. Die Ausgabe des "Blick am Abend" konnte wie gewohnt fertig gestellt werden. Die Online-Plattform des Blicks wird ausnahmsweise von einer externen Stelle im Pressehaus 2 betrieben. Vor dort aus kann auch die Arbeit an der "Blick"-Ausgabe vom Samstag weitergeführt werden.
Das Ringier-Gebäude wird nun von der Polizei kontrolliert. Bilder: Corinne Bauer
Gleich mehrmals gingen in den vergangenen Tagen in der Schweiz bei Firmen und öffentlichen Gebäuden Bobendrohungen ein. Gefunden wurde nie etwas. Trotzdem wurde jetzt auch der Nachrichtendienst tätig. Dies erklärte Verteidigungsminister Ueli Maurer am Rande der SVP-Delegiertenversammlung in Emmen gegenüber der "Zentralschweiz am Sonntag": "Wir nehmen die Bombenalarme sehr ernst, denn die Gefährdung könnte gewaltig sein."