Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) verfügt über alle wichtigen Steuerungselemente, um eine wirtschaftliche Verwendung der Gelder sicherzustellen. Zu diesem Schluss kommt das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) in einem Bericht.
Die Strukturen und Instrumente sowie die umgesetzten Steuerungs- und Überwachungsprozesse der SRG seien insgesamt sachdienlich, teilte das BAKOM am Freitag mit. Sie seien auf die Grösse und Struktur des Unternehmens abgestimmt und entsprächen den allgemein als Best Practice anerkannten Grundsätzen in dem Bereich.
Das BAKOM stellte aber auch einige Verbesserungsmöglichkeiten fest. Es empfiehlt der SRG unter anderem, die Leistung des Verwaltungsrats punktuell - zum Beispiel alle drei Jahre - von unabhängigen, externen Beratern beurteilen zu lassen. Das würde eine externe Sicht auf den Verwaltungsrat erlauben, die durch die jährliche Selbstbeurteilung nicht möglich sei, heisst es im Bericht. Die Zusammensetzung und die Grösse des Verwaltungsrates erachtet das BAKOM hingegen als angemessen.
Zu viele Ziele
Als zu viel des Guten erachtet das BAKOM die Anzahl der strategischen Ziele. Es stelle sich die Frage, ob alle 26 mit der notwendigen Aufmerksamkeit gesteuert werden könnten, heisst es im Bericht. Das BAKOM empfiehlt deshalb, die Anzahl auf maximal 20 zu reduzieren.
Insgesamt stellt der Bericht der SRG jedoch ein gutes Zeugnis aus. Die SRG verfüge über eine hohe Qualität der Corporate Governance und habe eine klare Vision, Mission und Strategie.
Einwandfreie Finanzplanung
Nichts zu bemängeln hat das BAKOM auch bei der Finanzplanung. Der Finanzplanungsprozess sowie die zur Verfügung stehenden Führungsinstrumente entsprechen laut dem Bericht den erforderlichen Qualitätskriterien und werden effizient eingesetzt.
Zur laufenden Verbesserung der Effizienz trage die Interne Revision bei, indem sie Sparpotentiale und Möglichkeiten zur Prozessvereinfachung aufzeige.
Zwei weitere Teilberichte folgen
Das BAKOM hat die SRG im Auftrag des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) unter die Lupe genommen. Im Zusammenhang mit der Revision des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG), die derzeit im Parlament beraten wird, hielt es das UVEK für angebracht, die Wirtschaftlichkeit der SRG einer Prüfung zu unterziehen.
Beim am Freitag publizierten Bericht handelt es sich um den ersten von insgesamt drei. Thema des zweiten Berichts werden die harmonisierte Kosten- und Leistungsrechnung, das Finanzreporting sowie die Immobilienbewirtschaftung sein. Im Mittelpunkt des dritten Berichts sollen der Einkauf und der Bezug von Dienstleistungen, das Personalwesen und die Werbeakquisition stehen. Die Berichte sollen 2015 und 2016 veröffentlicht werden. (sda)
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