Die SBB protestieren gegen die Service-public-Initiative, die von "K-Tipp" "Saldo", "Bon à Savoir" und "Spendere Meglio" lanciert wurde und die Top-Löhne von SBB & Co. beschränken will. Die SBB boykottieren K-Tipp und Saldo, indem sie keine Auskünfte auf Medienanfragen mehr erteilen.
Verleger René Schuhmacher sagt gegenüber der Zeitung "Schweiz am Sonntag": "Etwas Vergleichbares habe ich noch nie erlebt." Dieses Verhalten sei eines Bundesbetriebs unwürdig. Es würden überhaupt keine Fragen mehr beantwortet. Grund dafür ist gemäss SBB die mangelnde Fairness. Seit der Lancierung ihrer Initiative hätten "K-Tipp" oder "Saldo" die nötige Objektivität verloren, sagt SBB-Sprecher Christian Ginsig. "Wir stellen uns auch kritischen Fragen, doch die redaktionellen Artikel der beiden Zeitschriften kommen einem Werbespot für ihre Initiative gleich."
Eine offene und faire Berichterstattung gegenüber den SBB gäbe es nicht mehr. Ihre Position sei über längere Zeit nur verkürzt oder gar nicht dargestellt worden. Diese Aussage ärgert Schuhmacher. Es sei nicht Sache der SBB, darüber zu urteilen, ob ein Bericht objektiv ist. Das könnten sie als direkt Betroffene wohl nicht. Der Service public sei in "K-Tipp" und "Saldo" immer ein wichtiges Thema gewesen. (SaS)