Rund zwei Jahre nach dem Relaunch ("persoenlich.com berichtete) kehrt die Winterthurer Tageszeitung "Der Landbote" zu seinem früheren Zeitungskonzept zurück und wird wieder eine Stadt-Zeitung. Konkret heisst das, dass ab dem 31. Oktober die Winterthurer Tageszeitung wieder einen Bund für die Stadt sowie einen Bund für die Region erhält -- dafür aber der dritte Bund "Leben" verschwindet.
Zur Erinnerung: Mit dem neuen Konzept vor zwei Jahren wollte der "Landbote" vor allem eine jüngere Generation ansprechen. Deshalb hat er die zwei Bünde "Stadt" und "Region" zusammengelegt und neu den Bund "Leben" geschaffen. Dieses Ziel, so der "Tages-Anzeiger" habe er nicht erreicht. Deshalb wolle man wieder zurück zum Bewährten.
Die Winterthurer Tageszeitung will sich mit dem jetzigen Konzept noch klarer als Lokal- und Regionalzeitung positionieren, damit keiner, der in Stadt und Region Winterthur zuhause ist, auf die Zeitung verzichten kann, wie die Herausgeberin Ziegler Druck- und Verlags AG mitteilt. Die Umstrukturierungen seien vor allem als Antwort auf die Bedürfnisse der Leserschaft und die aktuellen Entwicklungen in der Medienwelt -- etwa die neuen Gratiszeitungen -- zu verstehen. Geschaffen werden zudem 3,5 zusätzliche Stellen.
Eine der Gratiszeitungen, die dem "Landboten" als neue Konkurrenz erwachsen ist, heisst ".ch" aus dem Hause "Contract Media" von Sacha Wigdorovits. Pikant ist, dass es ausgerechnet Wigdorovits war, der dem "Landboten" vor zwei Jahren beim Relaunch unter die Arme griff, wie der Tages-Anzeiger in seinem Bericht anmerkt.
Der jetzige ".ch"-Chefredaktor, Rolf Leeb, war damals interimistischer Redaktionsleiter des "Landboten", weil Chefredaktor Rudolf Gerber überraschend seinen Rücktritt bekannt gab. Gemäss Tages-Anzeiger fand die jetzige Chefredaktorin Colette Gradwohl an der damaligen Umgestaltung des "Landboten" von Anfang an keinen Gefallen.