Erste Ausgabe verzögert erschienen

SüdostschweizaS - Wegen Panne zwei Stunden verspätet ausgeliefert.

Die erste regionale Sonntagszeitung der Schweiz ist am Sonntag mit Verzögerung erschienen. "Die Südostschweiz am Sonntag" (SOSo) wurde wegen einer Panne beim Drucken rund zwei Stunden später als geplant ausgeliefert. Gefeiert wurde trotzdem.

An der neuen Druckmaschine in Haag SG sei es zu einer Panne gekommen. Die 72 Seiten umfassende erste Ausgabe der "Südostschweiz am Sonntag" habe deshalb in zwei Schritten gedruckt werden müssen, sagte Chefredaktor Andrea Masüger auf Anfrage.

Die SOSo ist als Ergänzung zu den sechs "Südostschweiz"-Wochenausgaben konzipiert. Sie wird in einer Auflage von rund 50 000 Exemplaren in den Kantonen Graubünden und Glarus sowie am oberen Zürichsee, in der Region Gaster und See, per Zustelldienst verteilt. Zudem gibt es das Blatt an den Kiosken zu kaufen.

Umfangreichste Zeitung

Die Südostschweiz Gruppe feierte die Herausgabe des Sonntagsblattes am Sonntagmorgen in Passugg bei Chur mit rund 300 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Südostschweiz-Verleger Hanspeter Lebrument bezeichnete die erste SOSo-Ausgabe als "umfangreichste und inseratenträchtigste Zeitung, die je in den Kantonen Graubünden und Glarus" erschienen sei.

Mit der siebten Ausgabe der "Südostschweiz" (SO) werde die Unabhängigkeit der Südostschweiz Gruppe erheblich verstärkt, sagte Lebrument weiter. Der Churer Verleger, der bald den 65. Geburtstag feiert, stellte bei dieser Gelegenheit seine drei Kinder vor, die laut seinen Worten das Unternehmen eines Tages in die nächste Generation führen werden.

Der Bündner Regierungsrat Martin Schmid überbrachte an der Tauffeier die Grüsse der Kantonsregierung. Die Herausgabe der "Südostschweiz am Sonntag" sei ein "historischer Moment in der Bündner Zeitungslandschaft", sagte der Justiz- und Polizeidirektor.

Regional abgrenzen

Chefredaktor Andrea Masüger erklärte, es sei nicht die Absicht, einfach eine vierte Sonntagszeitung herauszugeben. Die SOSo wolle sich regional von den anderen Blättern abgrenzen. Analog zur Wochenausgabe findet sich auch der SOSo-Regionalteil im ersten Zeitungsbund.

Die Frontgeschichte der SOSo-Ausgabe Graubünden befasst sich mit der Porta Alpina, dem unterirdischen Bahnhof im Gotthard-Basistunnel bei Sedrun. Nach der Bewilligung für die Vorinvestitionen durch den Bund wird über einen Streit um die Platzierung der Haltestellen berichtet.

Im Sonntagsinterview äussert sich auch der Schweizer Medienminister Moritz Leuenberger zur Neuheit auf dem Printmarkt ("Eine siebte Ausgabe finde ich gut"). Das Sonntagsinterview, die Meinungsseite, Kolumnen und die Sonntagsreportage unterscheiden die SOSo zur Hauptsache von den sechs "Südostschweiz"-Ausgaben unter der Woche.