Eine externe Untersuchung zu möglichen Verstössen gegen die «Grundsätze der Zusammenarbeit» in der Suisse romande sei abgeschlossen, schreibt Tamedia in einer Mitteilung an die Fachmedien. Sie betraf das Verhalten eines Kadermanns der Lausanner Tageszeitung 24 heures. Tamedia habe die notwendigen personalrechtlichen und organisatorischen Massnahmen getroffen, heisst es. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und der Vertraulichkeit äussert sich das Unternehmen nicht zu Details oder Personalentscheiden. Den Angestellten wurde am Dienstag jedoch mitgeteilt, dass der Kadermann nicht an seinen Arbeitsplatz zurückkehren wird, wie persoenlich.com erfahren hat.
Der SonntagsBlick hatte im August publik gemacht, dass Tamedia zwei Kadermänner von 24 heures freigestellt hatte. Es ging um Vorwürfe von Sexismus, sexualisierter Gewalt und Drogenkonsum. Einer der beiden hätte Ende Januar zum neuen Chefredaktor ernannt werden sollen. Tamedia-CEO Jessica Peppel-Schulz stoppte dessen Ernennung, nachdem sich die Personalkommission und der Berufsverband Impressum eingeschaltet hatten. Inzwischen ist ein dritter Fall dazugekommen, der ebenfalls extern untersucht wird.
In zwei der drei Fälle seien noch Abklärungen und Befragungen im Gange, teilt Tamedia-Sprecher Edi Estermann auf Anfrage mit. (nil)