Die Homosexuellenszene in Bangladesch hat ihr erstes Magazin veröffentlicht und hofft damit auf mehr Akzeptanz in der Gesellschaft des südasiatischen Landes. Der Herausgeber der Zeitschrift, Rasel Ahmed, sprach am Sonntag von einem "gewaltigen Sprung" für die LGBT-Szene. Die Abkürzung LGBT steht im Englischen für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender.
"Wir hoffen, dass das Heft das Bewusstsein für die Szene erhöht und zu einer grösseren sozialen Toleranz führt", sagte er. Das Heft wurde am Samstagabend in der Hauptstadt Dhaka vorgestellt.
Gleichgeschlechtlicher Sex ist in dem muslimisch geprägten und konservativen Land verboten und kann mit langer Haft bestraft werden. Viele Schwule und Lesben fühlen sich diskriminiert und führen daher ein Doppelleben. Aus Angst vor neuen Repressalien wird das Heft nicht am Strassenkiosk, sondern nur über telefonische Bestellung erhältlich sein. Es soll vierteljährlich erscheinen. (sda)