Erstmals Auszeichnung für Alltagsjournalismus und Gesamtwerk

Zürcher Journalistenpreis - Jürg Ramspeck, Jürg Rohrer, Arthur Rutishauser, Ursula von Arx, Peter Ackermann und ein WoZ-Team ausgezeichnet.

Jürg Ramspeck (Gesamtwerk), Jürg Rohrer (Alltagsjournalismus), Arthur Rutishauser, Ursula von Arx, Peter Ackermann und ein WoZ-Team sind die Gewinner des Zürcher Journalistenpreises 2002. Gastredner an der Preisverleihung im Zürcher Theater an der Sihl war der international tätige Publizist und Politiker Daniel Cohn-Bendit. Er legte seine pointierte Sicht auf die (Schweizer) Medienszene dar. Danach würdigte die Jury die sechs preisgekrönten Arbeiten, die sie aus insgesamt 178 Artikeln ausgewählt hatte.

Die Jury hat dieses Jahr erstmals einen Preis für Texte verliehen, die aus dem Alltag heraus entstanden sind. Der Preis ist mit 6000 Franken dotiert. Der erste Preisträger heisst Jürg Rohrer, Lokalredaktor beim Tages-Anzeiger. In seinem Artikel "Aufpassen beim Einsteigen" widmet sich der Autor dem Tramfahren. Rohrer beschreibe, was wir täglich benützten und wovon wir wenig wüssten, erklärte Barbara Bürer in ihrer Laudatio. Er mache dies überaus witzig und informativ, sodass daraus eine Tramgeschichte, ja sogar eine Stadtentwicklungsgeschichte entstanden sei.

Ebenfalls zum ersten Mal wurde eine Auszeichnung für das Gesamtwerk eines Journalisten vergeben. Der frühere Weltwoche-Chef und heutige Blick-Kolumnist Jürg Ramspeck habe es nicht nur geschafft, den Redaktionsstress ohne Herzinfarkt zu überleben, meinte Margrit Sprecher in ihrer Laudatio. Seine Texte würden auch nach 45 Jahren Beruf, nach Hunderten von Artikeln und mehr als 2000 Kolumnen durch makellose Eleganz und Frische brillieren. Der Preis ist mit 6000 Franken dotiert.