Erstmals zweiköpfige Redaktionsleitung ernannt

WOZ - Bedürfnis nach verbindlicheren Strukturen gewachsen.

Seit dem 1. Februar hat die WOZ eine zweiköpfige Redaktionsleitung. Die Stelle teilen sich zu je 50 Prozent Susan Boos (Inland-Redaktorin, seit vierzehn Jahren bei der WOZ) und Esther Banz (Leben-Redaktorin, seit drei Jahren bei der WOZ).

Die Notwendigkeit der Redaktionsleitung wird damit begründet, dass mit den Herausforderungen (grössere Redaktion, schwierigeres wirtschaftliches Umfeld) das Bedürfnis nach verbindlicheren Strukturen in der Redaktion gewachsen sei. Im Frühjahr 2004 habe das Redaktionsplenum eine Arbeitsgruppe mit der Organisationsentwicklung beauftragt. Ergebnis war die Verabschiedung eines neuen, auf den selbstverwalteten Betrieb zugeschnittenes Strukturmodell mit einer Redaktionsleitung und Neuerungen im Produktionsablauf.

Was die Redaktionsleitung tut und was nicht

Die Redaktionsleitung habe künftig drei Aufgabenfelder: "Sie koordiniert publizistische Schwerpunkte; sie schafft Raum für inhaltliche Debatten, greift Ideen auf, gibt Inputs und garantiert die mittel- und langfristige Planung. Sie ist verantwortlich für Personalfragen (Koordination und Information bei redaktionellen Stellenbesetzungen, Personalentwicklung), und sie entscheidet bei Neueinstellungen mit. Sie ist verantwortlich dafür, dass das Redaktionsbudget eingehalten wird."

Betont wird aber auch, was die Redaktionsleitung nicht macht: "Sie bestimmt nicht wie eine Chefredaktion den Zeitungsinhalt (das tut die Redaktion). Sie entscheidet nicht wie eine Chefredaktion allein über Personalfragen (dafür gibt es Gremien). Sie gibt nicht das Budget vor (das tut das Plenum aller GenossenschafterInnen)."