Das Medienhaus Ringier will nicht bei Hansi Voigts neuem Medienprojekt einsteigen – am Freitag hat die Ringier-Geschäftsleitung nach zweimonatiger Prüfung gegen ein mögliches Engagement entschieden.
Ausschlaggebend waren betriebswirtschaftliche Bedenken – dies trotz überzeugendem Konzept im journalistischen und technologischen Sinne, wie gut unterrichtete Quellen gegenüber der "SonntagsZeitung" berichten. Voigt hat laut eigenem Bekunden "eh nicht mit Ringier gerechnet". Er habe "vor drei Monaten zweimal kurz" mit Vertretern des Verlages informell gesprochen und dann nichts mehr gehört. Ringier-Sprecher Edi Estermann widerspricht dieser Darstellung: "Es gab in den vergangenen Wochen entsprechende Gespräche. Wir kommentieren deren Inhalt aber nicht."
Der Arbeitstitel des Projekts, das stark auf Mobilgeräte setzt, lautet derzeit "Watson", nach dem Begleiter von Sherlock Holmes. Voigt, ehemaliger Chef von "20 Minuten online", führt momentan Gespräche mit mehreren möglichen Investoren. (SonntagsZeitung)
Erteilt Hansi Voigts Projekt eine Absage
Ringier - Medienhaus führt betriebswirtschaftliche Bedenken an.