10.04.2014

SDA

"Es wäre das erste Mal, dass die SDA wegen einer Meldung eingeklagt wird"

Chefredaktor Bernard Maissen nimmt Stellung zur angedrohten Klage von Ringier.
SDA: "Es wäre das erste Mal, dass die SDA wegen einer Meldung eingeklagt wird"

Herr Maissen, wie konnte dieser Fehler passen? 
Einer erfahrenen sda-Journalistin, die ansonsten sehr zuverlässig arbeitet, ist ein grober inhaltlicher Fehler unterlaufen, indem sie statt des Umsatzes der Print-Titel die Angaben zu Ringier Print (Druckgeschäft) vermeldete. Im Gespräch mit der Medienstelle, die uns auf unseren Fehler aufmerksam machte, kam es zu weiteren Missverständnissen, deren Ursache sich nicht eruieren lässt. Deshalb dauerte es viel zu lange, bis wir die korrekte Meldung im Dienst hatten. Leider hat auch die Qualitätssicherung, die in aller Regel gut funktioniert, versagt und der Fehler wurde beim Gegenlesen nicht bemerkt.

Befürchten Sie nun, dass die angedrohte Klage eingereicht wird? 
Wir haben uns in aller Form Ringier entschuldigt und wiederholen diese Entschuldigung gerne auch öffentlich. Wir bedauern sehr, dass es zu dieser Fehlleistung gekommen ist, die ein schlechtes Bild auf unsere Arbeit wirft. Wir sind mit Ringier weiter im Gespräch. Eine Klage ist bisher nicht bei uns eingetroffen. Wir glauben, dass wir die ganze Geschichte auch ohne Klage bereinigen können. Es wäre das erste Mal, dass die sda wegen einer Meldung eingeklagt wird.

Was sind die Konsequenzen aus diesem Fall? 
Wir versuchen immer, aus Fehlern zu lernen und überlegen uns, wie wir sie in Zukunft vermeiden können. Das Überprüfen von Work Flows und Qualitätssicherungsmassnahmen ist bei uns ein permanenter Prozess. Aus dem äusserst bedauerlichen Einzelfall lässt sich allerdings nicht schliessen, dass die Qualität des sda-Dienstes grundsätzlich in Frage gestellt wird.

Interview: Matthias Ackeret, Bild: Keystone



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