Eva Herzog reicht Interpellation ein

SRG-Sparpläne - Die SP-Ständerätin will vom Bundesrat wissen, wo die übrigen 190 Millionen bis 2029 gespart werden sollen.

Diese Woche hat die SRG ihre Sparpläne für 2027 bekannt gegeben. Das Medienhaus kürzt 20 Prozent seiner Kaderstellen (persoenlich.com berichtete). Bei SRF sollen ausserdem bis zu 38 Vollzeitstellen gestrichen werden. RTS kürzt ihrerseits 25 Stellen. Bis zu zwölf sind bei RSI betroffen. Damit spart die SRG nächstes Jahr im Rahmen des Transformationsprojekts «Enavant» 80 Millionen Franken. Bis 2029 sollen es insgesamt 270 Millionen sein. Zu diesen Sparplänen hat Ständerätin Eva Herzog (SP/BS) diese Woche eine Interpellation eingereicht.

Herzog weist darauf hin, dass der Jahresabschluss der SRG zuletzt besser ausgefallen sei als erwartet. Sie wolle vom Bundesrat wissen, weshalb das Kürzungsprogramm trotzdem mit unverminderter Geschwindigkeit vorangetrieben werde und ob das bessere Ergebnis nicht neuen finanziellen Spielraum geschaffen hätte.

Die Ständerätin kritisiert zudem, dass bislang nur das Sparjahr 2027 konkretisiert worden sei. Zu den restlichen rund 190 Millionen Franken, die bis 2029 eingespart werden müssten, fehlten Angaben. Es sei kaum vorstellbar, dass auch diese Einsparungen noch nach dem bisherigen Schlüssel von 95 Prozent Struktur- und 5 Prozent Programmkürzungen umgesetzt werden könnten. Herzog fordert vom Bundesrat Auskunft über die diesbezüglichen Planungen. (spo)