Ex-Chefredaktor des "Blick" soll WM in die USA bringen

FIFA-Skandal - Sacha Wigdorovits mit neuem Mandat.

PR-Berater Sacha Wigdorovits hat ein neues Mandat: Er vertritt die US-Bewerbung für die Fussball-WM 2022 als Medienverantworlicher in Europa, wie er gegenüber der Zeitung "Der Sonntag" bestätigt. Die USA profitieren davon, dass der härteste Mitbewerber - England - nach dem Auffliegen des Fifa-Bestechungsskandals geschwächt ist. Dass es eine englische Zeitung war - die "Sunday Times" -, die das Ansehen der Fifa in Zweifel gezogen hat, wird beim Exekutivkomitee als Affront gewertet. Die Chancen für England seien massiv gesunken, heisst es. Wigdorovits sagt, es gebe viele Gründe, die Weltmeisterschaft 2022 an die USA zu vergeben: "Die Infrastruktur ist schon vorhanden, die Stadien müssen nicht extra gebaut werden. Zudem ist der US-Markt riesig und Fussball hat in den USA inzwischen einen enorm grossen Stellenwert erreicht."

Wigdorowits hat vier Jahre in den USA gelebt, von 1990 bis 1993 und in den Jahren 1997 und 1998. Sein Mandat wurde ihm von John Kristick, dem stellvertretenden Chef der U.S. Bid Committee Inc. erteilt. Dieser war früher während Jahren in der Schweiz für Infront Sports & Media in Zug tätig gewesen, für die Wigdorovits' Contract Media damals als Beraterin arbeitete. Das Mandat läuft bis am 2. Dezember, dem Tag der WM-Vergabe.