Der Ex-Chefredaktor der Walliser Wochenzeitung "Confédéré" akzeptiert das Urteil wegen einer diffamierenden Fotomontage nicht. Der Journalist war in zweiter Instanz verurteilt worden, weil er SVP-Nationalrat Oskar Freysinger und Hitler zusammen abgebildet hatte. "Es gibt Kämpfe, für die es sich lohnt, bis zum Ende zu gehen", sagte Ex- Chefredaktor Adolphe Ribordy am Montag zur Nachrichtenagentur SDA. Damit bestätigte er eine Information des Walliser Regionalradios "Rhône FM", wonach er den Fall vor Bundesgericht zieht. Ende August 2007 hatte der Ex-Chefredaktor eine Fotomontage publiziert, die SVP- Nationalrat Freysinger neben Adolf Hitler zeigte. Unter dem Bild stand ein Slogan, der in etwa lautete: "Österreicher: Wir haben schon genug erlitten."
Zum Zeitpunkt der Publikation befand sich Freysinger mitten im Wahlkampf für die eidgenössischen Wahlen 2007. Der SVP-Politiker, der ursprünglich aus Österreich stammt, erstattete daraufhin Anzeige. Der Ex-Chefredaktor war im Februar 2011 wegen der Fotomontage in zweiter Instanz der üblen Nachrede für schuldig befunden und zu 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit auf Bewährung verurteilt worden. (sda)