Ex-Scotland-Yard-Chef wollte Schaden von Behörde abwenden

Abhörskandal - Blick auf Olympia 2012.

Der zurückgetretene Chef von Scotland Yard hat am Dienstag den Reigen der Aussagen vor Parlamentsausschüssen zur Abhöraffäre um das Medienimperium von Rupert Murdoch eröffnet. Er habe Schaden von seiner Behörde abwenden wollen, vor allem mit Blick auf die Olympischen Spiele 2012. Scotland Yard müsse sich auf die Sicherung dieses Grossanlasses in London vorbereiten, begründete Paul Stephenson seinen Rücktritt. Ihm war vorgeworfen worden, er habe sich einen Kuraufenthalt für sich und seine Ehefrau zum Teil bezahlen lassen. Für die Kureinrichtung hat auch der ehemalige "News-of-the-World"-Journalist Neil Wallis gearbeitet. Wallis war auch von Scotland Yard als PR-Berater engagiert.

Stephenson zog - wie bereits bei seinem Rücktritt am Sonntag - erneut den Vergleich zu Premierminister David Cameron, der mit Andy Coulson ebenfalls einen "News-of-the-World"-Journalisten eingestellt hatte. Coulson sei wegen seines Rücktritts als Chefredaktor der Zeitung bereits mit dem Abhörskandal in Verbindung gebracht worden. (sda)