Expandiert nach Asien

Jörg Kachelmann - Will Philippiner besser vor Unwettern warnen.

Der Verlust des Moderations-Auftrages bei der ARD (persoenlich.com berichtete) wirft den Schweizer Wetterfrosch Jörg Kachelmann nicht aus der Bahn. Laut einem Bericht auf faz.net will er mit seinem Unternehmen Meteomedia nach Asien expandieren. Die treibende Kraft hinter diesen Plänen sei der Schweizer Rechtsanwalt Martin Kurer, den Kachelmann im Frühjahr 2010 kennenlernte. Kurer pendelt zwischen der Schweiz und den Philippinen und engagiert sich dort für die Opfer des Taifuns Ketsana, der Ende 2009 Hunderte Menschen tötete. Kachelmann und Kurer wollen die Wettervorhersagen in den Philippinen verbessern, damit zukünftige Unwetter weniger Leute in ihrer Existenz bedrohen.

Ähnlich wie bereits in Deutschland und der Schweiz soll ein Netz lokaler Wetterstationen für die Deutung der Signale für Sonne, Wolken, Regen aufgebaut werden. "Wir planen über 1000 Wetterstationen für die Philippinen", sagt Kurer gegenüber faz.net. Dabei wählt jeweils Kachelmann den Standort für eine Wetterstation und kümmert sich um die Technik und Auswertung, währen Kurer Kontakte zu Unternehmen und Behörden herstellt, welche den Bau finanzieren und die Informationen abonnieren. Ausserdem haben die beiden eine Stiftung zur Finanzierung gegründet, die ein Kapital von mehreren Millionen Dollar haben soll. Damit wollen sie Privatpersonen die Daten gratis über Handy und Radio senden.

Mittlerweile ist Kurer auch Mitglied des Verwaltungsrats von Meteomedia und drängte dort auf die Loslösung von der reinen Ausrichtung auf Medien und die verstärkte Zusammenarbeit mit Geschäftskunden. "Heute fokussieren wir uns mehr und mehr darauf, Unternehmen mit Wetterdaten für ihre Produktionsplanung und ihr Risk Management zu versorgen", erklärt er. "Unsere grössten Kunden finden sich jetzt im Handel, in der Industrie und im Dienstleistungssektor." (sl)